Getriebe
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Das Getriebe
Ausbau Getriebe hinten
Muss das hintere Getriebe raus, geht man wie folgt vor (WBX):
Fahrzeug hinten sicher aufbocken oder mit einer Hebebühne hochfahren, bzw. eine Grube nutzen.
Unterfahrschutz demontieren, Kardanwelle lösen.
Antriebswellen demontieren (getriebeseitig, GLG vor Schmutz schützen, Tüte drüber). Getriebemasseband losschrauben. Kabel vom Schalter für das Rückfahrlicht abziehen, bei eventuell vorhandenen Diffsperren bzw. beim eventuell verbauten ZA Schläuche und Kabel abziehen, Schaltstange demontieren, vordere Getriebeaufhängung beidseitig lösen und langsam absenken (Wagenheber oder Getriebehalter unterstellen). Jetzt kann man beim WBX den Anlasser und den Kupplungsnehmerzylinder demontieren. Halteschelle des Kupplungsschlauches am Halter der Stütze des Kupplungsnehmerzylinders lösen. Schlauch der Getriebeentlüftung abziehen.
Die 4 Muttern/Schrauben zum Motor lösen (2 Schrauben oben, 2 Muttern unten), Getriebe vorne weiter absenken und dann nach vorne wegziehen. Vorsichtig ablassen!
Probleme kann es geben, wenn man das hintere Getriebe vorne an den beiden Konsolen löst. Die jeweils 3 Schrauben (8x25 VAG N 01024222), mit denen die Konsolen am Querrahmenteil befestigt sind, sind oft festgerostet. Bei mir sind 2 Stück beim Lösungsversuch einfach abgerissen. Bei der 3. Schraube war die im Querrahmenteil eingeschweißte Mutter lose. Was tun, um die Konsole wieder sicher zu befestigen?
Im IG syncro 16" Forum fand ich folgende Hilfe:
Man bohrt die betreffenden M8 Gewindelöcher im Querrahmenteil mit einem 10er Bohrer auf. Nun kann man eine Schlossschraube (M10x30), aufgehängt an einen Draht, durch einen der zahlreichen Öffnungen des Querträgers durch die aufgebohrten Löcher fädeln. Nachdem man die entsprechenden Löcher der Konsole ebenfalls auf M 10 aufgebohrt hat, kann man sie wieder anschrauben. Der Vierkant der Schraube zieht sich dabei ins Querrahmenteil und arretiert die Schraube. Hält super und man bekommt die Schlossschraube sogar wieder heraus, wenn man verzinkten Draht zum Einfädeln nimmt und ihn nicht abschneidet.
Was beim JX anders ist:
Anlasser vor dem Absenken ausbauen, Kupplungsleitungshalter und Kupplungsnehmerzylinder demontieren und hochhängen. dann Getriebe absenken (ca. 15 cm am Kardanflansch, dort unterstützen). Den Motor in dieser Position fixieren (Wagenheber mit Klotz unter Riemenscheibe), dann Getriebeschrauben raus und Getriebe vorsichtig ablassen (2. Wagenheber)
Getriebeölwechsel beim hinteren Getriebe in eingebautem Zustand
Die Einfüllöffnung „versteckt“ sich auf der rechten Getriebeseite zwischen Schaltwelle und vorderer Getriebeaufhängung. Man sollte unbedingt erst die Mutter der Einfüllöffnung entfernen bevor man die Ablassschraube, die sich am hinteren Ende des Getriebes befindet, losschraubt. Falls man nämlich das Öl abgelassen hat und dann die Einfüllschraube nicht aufbekommt, hat man ein kleines Problem. Natürlich kann man auch die 4,5 Liter durch den Entlüftungsschlauch einfüllen, aber das macht nicht wirklich Spaß.
Man öffnet also die Mutter der Einfüllöffnung mit einem 17er Inbusschlüssel. Vorher den Bereich um die Mutter und die Mutter selber, am Besten mit einer kleinen Drahtbürste, reinigen.
Mit einer langen Verlängerung und einer Knarre kommt man einigermaßen gut an die Mutter heran, wenn man sie oberhalb der Wasserrohre zum Getriebe durchführt. Hilfreich ist es, wenn das Federbein ausgefedert ist, dann hat man mehr Platz zum Bewegen der Knarre und man kann den Inbus im 90° Winkel zur Schraube ansetzten.
Wenn man Wert darauf legt, dass der Unterfahrschutz nicht mit dem übel riechenden Getriebeöl vollgesaut wird, sollte man ihn abnehmen. Die Ablassschraube ist ebenfalls eine 17er Inbusschraube. Sie hat innen einen magnetischen Stift, der den Metallabrieb des Getriebes auffängt.
Nachdem das Öl abgelaufen ist, dreht man die gereinigte Ablassschraube wieder ein.
Mittels eines Gartenschlauchs, der von oben (vom Motor her) bis in die Einfüllöffnung gezogen wird, können jetzt 4,5 Liter Getriebeöl eingefüllt werden. Das dauert einen Augenblick, da das Öl, gerade wenn es kühl ist, nicht so flüssig ist. Das Getriebeöl sollte bei den Syncrogetrieben bis zur Unterkante der Einfüllöffnung stehen. Nachdem auch die Einfüllöffnung wieder verschlossen ist und man alles auf festen Sitz überprüft hat, ist der Syncro wieder einsatzbereit.
Füllstand Getriebeöl prüfen
Wenn man das Fahrzeug neu hat oder das Getriebe etwas schwitzt, sollte man den Getriebeölstand überprüfen.
Das ist relativ einfach. Wer es noch nicht gemacht hat, hier einmal zum Nachlesen:
Einfüllschraube wie oben beschrieben entfernen. Einen Finger (idealerweise den Zeigefinger) in die Öffnung hineinstecken und dann das erste Fingerglied nach unten knicken. Die Fingerkuppe sollte sich so ca. 2 cm unterhalb der Öffnung befinden. Vorsichtig den Finger wieder aus der Öffnung ziehen und den Ölstand ablesen. Idealerweise sollte das ganze erste Glied mit Getriebeöl benetzt sein. Ist der Finger trocken, sollte sofort wie oben beschrieben das Getriebeöl aufgefüllt werden. Ist jetzt allerdings ein wenig tricky, da man nur schlecht abschätzen kann, wann genug Öl im Getriebe ist, ohne dass Öl aus der Einfüllöffnung läuft.
Danach wieder alles wie oben beschrieben verschließen.
Links
- Links zu ähnlichen Artikeln aus dem SyncroWiki
- Getriebetabelle
- Differentialsperren
- Viscokupplung
- Zuschaltbarer Allradantrieb

