Schalthebel

Aus syncroWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Schaltehebel des T3 Syncro. Warum ist dieser es wert, einen Eintrag im SyncroWiki zu bekommen? Im Grunde ist dieser Schalthebel wie jeder andere auch, nur eben etwas länger gebaut, damit er gut zu erreichen ist. Aufgrund der Länge ist der Hebel auch größer und dadurch wird der Schalthebel gerade im unteren Teil höheren Belastungen ausgesetzt. Dazu kommt noch, dass sich die alten Getriebe oft schwerer schalten lassen, da die Synchronringe schon verschlissen sind. Durch die Belastungen kann es über die Jahre dazu führen, dass das Material schwächer wird und Risse bekommt. Das führt dazu, dass der Schalthebel abbricht. Wenn dieser Fall eintritt, ist erst mal guter Rat teuer und deswegen ist der Schalthebel es wert hier im Wiki erwähnt zu werden.


Gebrochener Schalthebel

Leider hat VW dem Schalthebel an ungünstiger Stelle sowas wie eine Sollbruchstelle verpasst. Dies hängt mit der Rückwärts- und G-Gangsperre zusammen, denn um diese Gänge schalten zu können muss der Schalthebel nach unten gedrückt werden. Eine Feder drückt den Schalthebel automatisch wieder nach oben. Damit die Feder überhaupt wirken kann, ist am Schalthebel ein Ring mittels einer Madenschraube fixiert. Damit der Ring an der richtigen Stelle sitzt, hat der Schalthebel eine Körnung in der Größe der Spitze der Madenschraube. Diese Körnung schwächt das Material und ist auch noch so angeordnet, dass sie in Fahrtrichtung nach hinten zeigt. An dieser Stelle wird das Material beim Schalten des 1., 3. und R Ganges auf Zug beansprucht, was eine Rissbildung begünstigt. Der Riss schreitet bei jeder Zugbelastung immer weiter langsam voran, bis das Material der Belastung nicht mehr weiter standhalten kann und es zu einem abschließenden Gewaltbruch kommt.


Improvisierter Schalthebel

Schraubenzieher als Schalthebelersatz

Der Schalthebel bricht meist dann ab, wenn man unterwegs und nicht gleich eine komplett eingerichtete Werkstatt zur Hand ist. Da muss man dann das Improvisieren anfangen um wieder weiter fahren zu können. Da der Schalthebel aus einem Rohr gefertigt wurde, ist er innen hohl. Dies bietet beim Improvisieren einen großen Vorteil, da man nur etwas finden muss, das relativ stabil ist und in ein ca. 9mm Loch passt. Als Hebelersatz bietet sich z.B. ein großer Kreuzschlitz-Schraubendreher an, den man in den abgebrochenen Schalthebel stecken kann und mit Tape fixiert, alternativ kann natürlich auch eine Stange, oder etwas anderes verwendet werden. Hauptsache man hat wieder einen Hebel mit dem man schalten kann. Wenn der Schalthebel an der Körnung für die Madenschraube gebrochen ist, muss man vorher natürlich den Ring mit der Feder wieder montieren, damit man später auch den Rückwärtsgang einlegen kann.

Schalthebel dauerhaft reparieren

Zur dauerhaften Reparatur eines gebrochenen Schalthebels gibt es verschiedene Möglichkeiten, die auch davon abhängen an welcher Stelle der Schalthebel gebrochen ist. Die eine Möglichkeit ist den Schalthebel auszubauen und wieder zusammen zu schweißen. Um das Schweißen zu erleichtern und den Schalthebel an der Bruchstelle noch zusätzlich zu stabilisieren kann man auch noch ein M10 Gewinde in beide Hälften schneiden und mitels einer Gewindestange verbinden.
Wem der Ausbau des Schalthebels zu umständlich ist, der kann beide Hälften auch nur mittels einer M10 Gewindestange verbinden. Da es nicht möglich ist, die Gewindegänge in beiden Hälften so anzusetzen, dass sie genau so zueinander passen, dass sie in der richtigen Position zusammengeschraubt werden können, kommt man nicht drum rum sich mit Beilagscheiben und Schraubensicherung auszuhelfen.
Beide Bruchflächen sollten für einen guten Sitz eben abgefeilt werden. Die Gewindetiefe in einer der beiden Hälften sollte etwa die halbe Länge der Gewindestange betragen, in der anderen Hälfte sollte sie ca. 5mm länger sein. Die Gewindestange wird an beiden Enden mittels einer 1mm Trennscheibe geschlitzt, so dass man sie problemlos mit einem Schlitz-Schraubendreher in den kurzen Gewindegang einschrauben und festziehen kann. Hierbei sollte man gegen das Lösen der Verschraubung leicht- oder mittelfeste Schraubensicherung verwenden. Nachdem man abgewartet hat bis die Schraubensicherung fest ist, kann man mit der probeweisen Montage der zweiten Hälfte des Schalthebels beginnen und schauen in welcher Position sich die beiden Hälften festziehen lassen. Wenn die Position nicht zufriedenstellend ist, dann kann man dies durch Einlegen von Beilagscheiben, oder Abfeilen des Schalthebels entsprechend anpassen. Wenn die gewünschte Position eingestellt ist, schraubt man die zweite Hälfte nochmal ab und gibt sowohl auf die Gewindestange als auch das Innengewinde hochfeste Schraubensicherung und schraubt beide Hälften wieder zusammen, bis zur gewünscheten Position. Nun sollte man lange genug warten, bis die Schraubensicherung ausgehärtet ist, dann kann man wieder schön im Getriebe rühren.